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Not macht erfinderisch


Da sieht man mal wieder, dass Schokolade für viele Menschen elementarer Bestandteil des Lebens ist: Als im Jahre 1706 die Franzosen die Festung von Turin belagerten, drohte nach einiger Zeit die Schokolade knapp zu werden. Die Konditoren des Herzogs Victor Amadeus des Zweiten mischten kurzerhand Haselnüsse darunter, von denen es reichlich gab. Die Notmassnahme inspirierte zu diversen Köstlichkeiten, wofür die Stadt heute noch berühmt ist. Man darf Turin nicht verlassen, ohne Gianduiotti und Basi di Cherasco, zarte, aus einer Haselnusscreme geformte Pralinen zu kosten oder die mit Rum gefüllten Cuneeser zu probieren.

Die Gianduiotti sind übrigens die Vorläufer von Nutella, das in Turin kreiert wurde. Ebenfalls dort zuhause ist der Bicerin, ein doppelter Espresso, der mit dickflüssigem Kakao verfeinert und einer reichlichen Portion Schlagsahne in Kaffeehäusern angeboten wird.
 
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