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Selbst in Deutschland: Genusssucht greift um sich.
Anfang des 19. Jahrhunderts kam es in Dresden und Leipzig zum ersten Schokoladenboom Deutschlands.
Während man sich der Leckerei im preußischen Berlin noch weitestgehend entsagte und sie als Stärkungsmittel auswies, eröffnete in Leipzig 1821 die Konditoreiwaren-Handlung Wilhelm Felsche mit einer eigenen Schokoladenproduktion. Hier trafen sich im 1835 angefügten "Café Français" Adel und Wohlhabende, um bei einer Tasse Schokolade zu plaudern wie es in Frankreich, Italien und Spanien schon länger Mode war.
Während der Gründerzeit von 1871 bis 1873 wurden im Schokoladenzentrum Dresden gleich vier Aktiengesellschaften gegründet. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt 1881 bei 60 Gramm pro Jahr.
Die Schokoladenvielfalt explodiert: Sarotti zum Beispiel bietet 1880 unter anderem Pralinen mit Ananas, Himbeere, Vanille, Mocca, Erdbeere, Nuss, Pistazien oder Nougat an.
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