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Eroberung auf friedliche Art.
Schnell erlag ganz Europa (was zu der Zeit der Nabel der Welt zu sein meinte) der süßesten Versuchung seit es Zuckerwerk gibt. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann sich die Schokolade am spanischen Königshof durchzusetzen.
Wer gerne in Spanien Urlaub macht, weiß: Noch heute gehört die Trinkschokolade dort zum traditionellen Frühstück. Weiter ging es nach Italien. Hier begann man ein wenig rumzuexperimentieren wie ein legendäres Rezept aus dem Besitz des Großherzogs von Toskana beweist, was Jasmin und Amber als Zutaten aufführt.
Einer der Ersten in Frankreich von dem wir wissen, dass er Schokolade zu sich nahm, war der Kardinal von Lyon, besser bekannt als der durchtriebene Gegenspieler der drei Musketiere de Richelieu. Er tat das, was heute Tausende bei Liebeskummer tun: er genoss sie als Medikament gegen seine Melancholie. Schließlich eroberten die Engländer Jamaika, was sie in den Besitz der spanischen Kakaoplantagen brachte und den Krämerseelen ein neues Handelsgut.
Lustigerweise trank man auf der Insel die Schokolade wie den Kaffee aus Tellern. "Die spinnen, die Engländer."
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