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Ein Meilenstein der Schokoladenkunst.
Trotz der Anstrengungen zahlreicher Erfinder und Zuckerbäcker blieb die Ess-Schokolade im 19. Jahrhundert ziemlich hart und grobkörnig.
Bis Rodolphe Lindt im Jahre 1879 die Conche entwickelte und damit sozusagen den Schmelz erfand.
Wie bei der Erfindung van Houtens ist die Conche ein großes flaches längliches Becken aus Granit durch das sich Granitwalzen in der flüssigen Schokoladenmasse vor- und zurückbewegen.
Aber bei Lindts Conche schlagen die Walzen dabei gegen die Ränder und die Schokolade spritzt über die Walzen zurück in die Wanne. Die dabei entstehende Reibung erhitzt die Masse auf 76° C bis 78° C.
Nach drei Tagen ständigen Conchierens hat die Schokolade eine erstaunlich weiche Konsistenz bekommen, und unerwünschte Geruchs- und Aromakomponenten haben sich verflüchtigt.
Dank der neuen Methode wurde die Ess-Schokolade so zart, dass Lindt sie nach der gleichnamigen sahnigen Creme 'Fondant' nannte. Seitdem wird die Conche überall verwendet.
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